Die meisten Menschen streben danach, glücklich zu sein. Dazu gehört zweifellos auch ein gewisses Einkommen und Lebensstandard. Allerdings haben wissenschaftliche Studien schon lange bewiesen, dass das Glücksgefühl nicht viel weiter steigt, nachdem erst einmal die Grundbedürfnisse des Menschen befriedigt sind.

Die meisten Menschen geben ihr Geld immernoch meist lieber für materielle, greifbare Dinge aus als für Erlebnisse, um somit möglichst lange etwas davon zu haben.

Nach neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft ist das jedoch falsch. Dr. Gilovich von der Cornell University fand heraus, dass wir uns viel zu schnell an neue Errungenschaften gewöhnen und er rät deshalb, sein Geld lieber für Erlebnisse wie Ausstellungen, Konzerte, Outdoor Aktivitäten und Reisen auszugeben.

Laut der Studie ist es nämlich so, dass materielle Dinge und Erlebnisse beim Erstkauf zunächst gleich glücklich machen. Nach einem gewissen Zeitraum jedoch übersteigt das Glücklichsein über das Erlebte das materielle Glück, obwohl jenes doch allgegenwärtig ist (Easterlin Paradox). Reisen und Erfahrungen werden im Gegensatz zu Dingen Teil unserer Identität.

„Erlebtes ist ein großer Teil von uns,“ sagt Gilovich. „Du kannst deine Sachen mögen. Du kannst sie auch als Teil deiner Persönlichkeit sehen, aber sie bleiben immer physisch getrennt von dir. Erlebnisse jedoch sind ein innerer Teil von dir. Wir sind schließlich die Summe all unserer Erfahrungen.“

Reisen macht uns zu Geschichtenerzählern und wir teilen unsere Erlebnisse fast immer mit anderen Menschen. Wir verbinden uns sofort mit Menschen, die schon einmal dort gewesen sind – während wir mit jemandem, der den gleichen Laptop wie wir besitzt, nicht sonderlich viel zu reden haben.

Es ist also völlig legitim, sein Erspartes für das nächste Abenteuer auszugeben – und jetzt haben wir es auch endlich wissenschaftlich bestätigt.

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